Wie funktionieren Hardshell- oder Regenjacken

Hardshelljacken sind die Spezialisten unter den Sporttextilien. Sie müssen wasserdicht, sehr robust und gleichzeitig atmungsaktiv sein. Das ist nur möglich, da in ihnen wahre Hightech Materialien verbaut sind.

Moderne Regenjacken bestehen aus Laminaten, in denen mehrere Schichten hochwertiger Textilien und Membranen miteinander verbunden wurden. Die Anzahl der Schichten entscheidet wie robust, wasser-,  winddicht und atmnungsaktiv eine Jacke ist und wie gut man sich in ihr bewegen kann.

Bei der Auswahl der richtigen Hardshelljacke ist es wichtig zu wissen für welche Aktivität man sie verwenden möchte.

Wasserabweisend oder wasserdicht?

Über diesen Punkt muss man sich in unserem Sortiment eigentlich keine Gedanken machen. Laut der Schweizer Norm, die etwas strenger ist, als die europäische, gilt ein Material als wasserdicht, wenn es eine Wassersäule über 4.000 mm aufweist. Die meisten modernen Laminate von Gore-Tex, Dermizax oder Sympatex fangen bei 10.000 mm an. Hier ist also viel Spielraum.

Wie viele Lagen sollen es sein

Spielen Gewicht, Bewegungsfreiheit und Atmungsaktivität keine Rolle könnten wir einen klassischen Friesennerz tragen, die sind absolut wasserdicht und wetterfest. Da wir beim Bergsport aber auf die genannten Funktionen nicht verzichten möchten, müssen die Materialien etwas mehr können. Dies wird durch die unterschiedlichen Materialien in den verarbeiteten Schichten erreicht.

Die Anzahl der Schichten und welche Materialien in den Schichten verwendet wurden, entscheiden darüber wie robust und atmungsaktiv eine Jacke ist. Sie werden in Lagen angegeben und sich häufig bereits in Namen zu lesen: 2L, 2,5L oder 3L.

Moderne Jacken können Atmen

Gerade bei hochpulsigen Aktivitäten kommt man, auch bei niedrigen Temperaturen, schnell ins Schwitzen. Staut sich die Luft in der Jacke, ist es irgendwann egal, ob sie wasserdicht ist, denn dann wird man von innen nass und beginnt zu frieren. Gute Harshelljacken sind daher atmungsaktiv und in der Lage den Feuchtigkeitsdampf in der Jacke durch ihre Oberfläche nach außen zu transportieren.

Dabei unterscheiden sich die Materialen in der Menge der Dampfpartikel, die sie transportieren können. Daher sind manche Regenjacken für sportlichere Aktivitäten geeignet (wie Skitouren), andere eher für ruhigere.

Wichtig für die Atmungsaktivität einer Hardshelljacke ist eine intakte Imprägnierung der obersten textilen Schicht. Hat diese sich nämlich mit Wasser vollgesaugt, kann der Wasserdampf von innen nicht abtransportiert werden.


Weitere Funktionen auf die man achten sollte

Hochtouren, alpine Ausflüge: Hier wir häufig einen Klettergurt über der Regenjacke getragen. Sollen die Fronttaschen noch bequem zugänglich sein, müssen diese etwas höher angebracht sein und somit über dem Hüftgurt sitzen. Des weiteren gibt es Jacken mit helmtauglichen Kapuzen. Diese sind so geschnitten, dass in der Kapuze ein Kletterhelm ausreichend Platz findet.

Bike: Soll die Regenjacke auf dem Fahrrad genutzt werden, sollte man darauf achten, dass sie am Rücken tief genug reicht.