Hestra
Hestra ist ein schwedisches Familienunternehmen, das 1936 gegründet wurde und sich auf die Entwicklung und Herstellung von Handschuhen spezialisiert hat. Das Unternehmen hat seinen Ursprung im gleichnamigen Ort Hestra in Schweden und wird heute in vierter Generation geführt.
Das Sortiment umfasst Handschuhe für verschiedene Einsatzbereiche, darunter Ski, Outdoor, Freizeit und Mode. Bei der Produktentwicklung stehen Funktionalität, Passform, Materialauswahl und Langlebigkeit im Mittelpunkt. Dabei verbindet Hestra traditionelle handwerkliche Fertigung mit der Weiterentwicklung von Materialien und Konstruktionen.
HESTRA UND VERANTWORTUNG
MENSCHEN UND PRODUKTIONSBEDINGUNGEN
Hestra fertigt seine Produkte in eigenen Produktionsstätten in Ungarn, China und Vietnam. Die eigenen Fertigungsstandorte ermöglichen dem Unternehmen, Produktionsprozesse vor Ort zu begleiten und interne Anforderungen an Qualität und Arbeitsbedingungen umzusetzen.
Der Verhaltenskodex von Hestra beschreibt nach Unternehmensangaben grundlegende Anforderungen an die Geschäftstätigkeit und die Zusammenarbeit mit Produktionspartnern und Lieferanten. Dazu zählen unter anderem Vorgaben zu Arbeitszeiten, Vergütung, Arbeitssicherheit, Vereinigungsfreiheit, Tierschutz und dem Umgang mit chemischen Stoffen unter Berücksichtigung geltender Vorschriften wie REACH.
Darüber hinaus verweist das Unternehmen auf Maßnahmen und Standards zur Bewertung sozialer Produktionsbedingungen. Dazu gehört beispielsweise die Business Social Compliance Initiative (BSCI). Die tatsächliche Umsetzung der jeweiligen Anforderungen ist anhand der entsprechenden Prüfungen, Berichte und Nachweise zu beurteilen.
UMWELT UND LANGLEBIGKEIT
Hestra verfolgt nach eigenen Angaben einen Ansatz, bei dem die Langlebigkeit seiner Produkte eine wichtige Rolle spielt. Bereits bei der Produktentwicklung werden Materialauswahl, Konstruktion und Nutzung berücksichtigt. Robuste Materialien und reparaturfähige Designs können dazu beitragen, die Nutzungsdauer von Handschuhen zu verlängern.
Bei ausgewählten Modellen ermöglicht ein herausnehmbares Innenfutter den Austausch des Futters, ohne den gesamten Handschuh ersetzen zu müssen. Je nach Modell können außerdem Reparaturen oder der Austausch einzelner Komponenten möglich sein. Dadurch lässt sich die Nutzungsdauer des jeweiligen Produkts unter geeigneten Voraussetzungen verlängern.
Bei der Materialauswahl berücksichtigt Hestra nach Unternehmensangaben auch Umweltaspekte. Dazu zählen beispielsweise Leder aus pflanzlicher Gerbung sowie der Verzicht auf per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS) bei bestimmten wasserabweisenden Textilausrüstungen. Welche Materialien und Ausrüstungsverfahren verwendet werden, kann je nach Produkt und Modell variieren.
Hestra gibt zudem an, seine Umweltleistung im Rahmen eines Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 zu erfassen und regelmäßig zu bewerten. Ein solches Managementsystem unterstützt die systematische Betrachtung und Weiterentwicklung betrieblicher Umweltaspekte, ist jedoch nicht automatisch ein Nachweis für eine insgesamt bessere Umweltbilanz einzelner Produkte.
Mit dem Fokus auf Produktqualität, langlebige Konstruktionen, Reparaturmöglichkeiten und die Weiterentwicklung betrieblicher Umweltprozesse beschreibt Hestra seinen Ansatz, ökologische und soziale Aspekte in die Unternehmens- und Produktentwicklung einzubeziehen.